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Coronahilfe: Erste Lebensmittelpakete an 140 Familien in Las Rosas verteilt

Die Coronakrise hat Mittelamerika erreicht. Noch schneller als das Virus breiten sich jedoch Verzweiflung und Hunger über das Land der Maya aus.

Die Nachrichten, die wir von unseren Partnern aus Guatemala erhalten, sind mehr als besorgniserregend. Und wieder sind es die Ärmsten der Armen, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. 

 

Wir lassen Menschen in Not nicht allein! Elote konnte bislang 8.000 Euro bereitstellen und Lebensmittel an 140 kinderreiche Familien durch den lokalen Projektpartner EDELAC verteilen. Die Pakete beinhalten Mais, Reis, Soja, schwarze Bohnen, Zucker, Salz und Milchpulver und decken den Nahrungsmittelbedarf einer fünfköpfigen Familie für einen Monat. Rund 700 Menschen im Armenviertel Las Rosas (Quetzaltenango) wurden durch die bisherigen Maßnahmen erreicht.

 

Für weitere Hilfen zugunsten in Not geratener Familien rufen wir dringend zu Spenden auf! (Stichwort: "Coronahilfe") 

 

Schon 2,00 Euro am Tag reichen aus, um eine fünfköpfige Familie zu ernähren und mit Hygieneartikeln zu versorgen!

Spendenkonto

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IBAN: DE29 4306 0967 8207 4256 00

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Mit einer Corona-Projektpatenschaft regel-mäßig helfen! Schon mit rund 40 Euro können wir eine fünfköpfige Familie einen Monat lang mit Lebensmitteln zu versorgen. Auch kleinere regelmäßige Beiträge helfen

in diesen schwierigen Zeiten!



Lagebericht aus Guatemala

Lebensmittelverteilung bei EDELAC
Lebensmittelverteilung bei EDELAC

Während weite Teile Europas zu einer „neuen Normalität“ zurückkehren konnten, hat sich Lateinamerika zum neuen Zentrum der Pandemie entwickelt. Von Mexiko im Norden bis Chile und Argentinien im Süden wütet das Virus unerbittlich, Infektions- und Todeszahlen steigen rasant, und im Zuge der Coronakrise steigt die Not der dort lebenden Menschen. Die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen warnen vor einer Hungersnot sondergleichen.

 

Anders als in Brasilien haben viele andere lateinamerikanische Staaten durchaus nationale Strategien gegen das Virus entwickelt und früh teils rigorose Maßnahmen ergriffen. So auch in unserem Partnerland Guatemala, wo bereits Mitte März das öffentliche Leben heruntergefahren wurde und die Ausgangssperren streng überwacht werden.

Guatemala ging früh in den Lockdown ...

„Guatemala war nicht wiederzuerkennen“, schreibt uns Guadalupe Pos von unserem lokalen Projektpartner Escuela de la Calle (EDELAC). „Wo früher emsiges Leben war, herrschte plötzlich gespenstische Stille auf den sonst so belebten Straßen und Plätzen.“ Emigda, eine 8-jährige EDELAC-Schülerin, die nachmittags im Stadtzentrum als fliegende Händlerin Süßigkeiten verkaufte und so ihre arme Familie unterstützte, war ebenso vom Stadtbild verschwunden wie der greise Schuhputzer José, der immer am Parque Central seine Dienste anbot. Auch Maria, die Straßenverkäuferin, war nicht mehr schwerbeladen mit ihren handgewebten Maya-Textilien unterwegs, weil sie nicht mehr durfte, aber auch weil sowieso keine Touristen im Land sind.

Die Pakete decken den Nahrungsmittelbedarf einer fünfköpfigen Familie für einen Monat
Die Pakete decken den Nahrungsmittelbedarf einer fünfköpfigen Familie für einen Monat

„Plötzlich gab es keine Arbeit mehr für diejenigen, die im informellen Sektor tätig sind, keine Gelegenheitsjobs, keine einfachen Dienstleistungen. Auch manche Kleinbauern erreichen ihre Felder nicht mehr, weil das öffentliche Verkehrssystem im Zuge der Infektionsschutzmaßnahmen lahmgelegt wurde.“ Die Beobachtungen Guadalupes, der seit 25 Jahren die Organisation EDELAC leitet, lassen Schlimmes vermuten, in einem Land ohne nennenswerte soziale Sicherungssysteme und mit einem schwachen und korrupten Staat, einem Land, in dem die Mehrheit „von der Hand in den Mund“ lebt: „Wer hier heute nichts verdient, weiß nicht, wie er sich morgen sein Essen kaufen kann“, schildert der Guatemalteke die verzweifelte Lage der Familien im Projektumfeld. 

Aber nicht nur im Armenviertel Las Rosas am Rande der Großstadt Quetzaltenango ist die Versorgungssituation verheerend, im ganzen Land tauchten plötzlich Menschen mit weißen Fahnen auf, die symbolisieren, dass sie keine Lebensmittel mehr haben, dass sie hungern.

Mit den umfangreichen Schutzmaßnahmen konnte das Infektionsgeschehen in Guatemala lange Zeit sehr niedrig gehalten  werden, doch seit einigen Wochen steigt die Infektionskurve nach offiziellen Zahlen auch dort dramatisch, die Dunkelziffer dürfte immens sein.

... doch das Gesundheitssystem ist trotzdem am Limit

Das bereits vor der Krise kranke guatemaltekische Gesundheitssystem ist den Entwicklungen schon lange nicht mehr gewachsen. Es fehlt an allem, an Ärzten und Pflegern, an Schutzausrüstung, an Krankenhausplätzen, an Testkapazitäten. Im Durchschnitt kommen auf einen Arzt 2.500 Menschen (12-mal so viele wie in Deutschland), in ganzen Regionen gibt es kein einziges Beatmungsgerät.

Vielerorts können die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden, weil es schlichtweg kein fließendes Wasser zum Händewaschen gibt. In den Armenvierteln, wo die Wellblechhütten der dort lebenden Menschen dicht an dicht stehen, ist das Abstandhalten besonders schwer. Ist das Virus dort erst einmal angekommen, hat es leichtes Spiel sich zu verbreiten. Allein in einer Juliwoche starben Medienberichten zufolge drei Kleinkinder an COVID-19, das Jüngste gerade einmal 21 Monate. In einem Land, in dem bereits vor der Krise fast die Hälfte der unter 5-Jährigen chronisch unterernährt war und das Virus auf geschwächte Kinderkörper trifft, ist zu befürchten, dass die Pandemie besonders tödliche Folgen haben wird.

Der Lockdown fordert in Guatemala einen hohen Tribut

Rund 140 dieser Pakete konnten bisher verteilt werden
Rund 140 dieser Pakete konnten bisher verteilt werden

Abstand halten, auf die Hygienemaßnahmen achten und Maske tragen wird zur weiteren Eindämmung des Infektionsgeschehen auch in Guatemala von zentraler Bedeutung sein. „Nur können es sich viele Menschen hier einfach nicht mehr leisten zu Hause zu bleiben. Sie müssen arbeiten. Und sie müssen raus gehen, um ihre Familien vor dem Hungertod zu schützen!“, beschreibt Guadalupe das Dilemma der Coronakrise.

 

In Guatemala werden die Menschen diese Krise nicht alleine meistern können! Helfen wir ihnen auf sich und auf andere aufpassen zu können, helfen wir ihnen, sich und ihre Kinder zu ernähren, mit dem Nötigsten zu versorgen und auch in schwierigen Zeiten ein würdiges Leben führen zu können! Bitte unterstützen Sie unsere Coronahilfe für Menschen in Not!

 

Das Team von EDELAC hat bereits erste Lebensmittelverteilungen in die Wege leiten können. Doch der weitere Bedarf an Hilfe in Guatemala ist immens! 

 

Mit 2,00 Euro pro Tag können wir eine fünfköpfige Familie mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen. Zwei Euro, die für eine guatemaltekische Familie in dieser Krise den Unterschied machen!

Spenden Sie bitte noch heute mit dem Stichwort „Coronahilfe“ auf unser oben stehendes Spendenkonto! Oder leisten Sie einen regelmäßigen Beitrag für unser Nothilfeprogramm, natürlich nur so lange Sie können und wollen! Jede Unterstützung hilft Leben zu retten!



Sie haben Fragen zu unserer Corona Nothilfe?

Alexander Fischer steht Ihnen gerne zur Verfügung: mail@elote.de

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